Jahresprogramm 2006pfeil rechts Schottland 2006

Schottland 2006 …
… oder die Geschichte von Chillen, Atzen und Homies

Am frühen Kirwmittwochmorgen, 16.08.2006, machten wir uns auf die Reise. Gegen 7 Uhr ging unser Zug von Saarlouis zum Düsseldorfer Flughafen. Außer dass der asbachtrunkene Kegelclub in unserem Abteil ziemlich genervt hat, gibt’s dazu eigentlich nix zu sagen.

Die ersten Schwierigkeiten erwarteten uns am Flughafen. Nach den versuchten Terroranschlägen wusste niemand so recht, was man als Handgepäck mit an Bord nehmen durfte. Noch nicht einmal das Personal der AirBerlin. Also nahmen wir nur Geldbeutel und Schlüssel in einer Plastiktüte mit.

Nach einer hektischen Zwischenlandung in London Stansted erreichten wir am späten Nachmittag Glasgow und holten die Mietwagen ab. Ab sofort war Linksverkehr angesagt, den wir bis zum Ende unseres Trips ohne Dellen überstehen sollten.

Am späten Abend erreichten wir den Templars Park bei Peterculter, einem kleinen Städtchen in der Nähe von Aberdeen. Unsere Unterkunft überraschte uns absolut positiv – gut gemacht Christoph. Unser „White House“, ein 400 Jahre altes Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, bot jede Menge Platz und einen urigen alten Rittersaal mit Kamin. Selbst Lord Baden Powell, der Gründer der Pfadfinder, gab sich hier bereits 1936 die Ehre. Wir wandelten also quasi auf den Spuren des Meisters…

White House

Auf dem Platz zelteten DPSGler aus Nürnberg, mit denen wir noch ein Bierchen am Lagerfeuer tranken. Am Abend vor deren Abreise überließen wir ihnen wegen des schlechten Wetters die untere Etage unseres Hauses – die erste gute Tat war getan.

Unsere erste Tour führte uns zum Drum Castle, das gerade mal 5 Meilen vom Templars Park entfernt sein sollte. Über Stock und Stein erkundeten wir also die Gegend und erreichten nach 4 Stunden endlich das Drum Castle. Entweder haben die Einheimischen mit den 5 Meilen etwas untertrieben, oder wir haben irgendwo einen Riesenumweg gemacht. Oder wir sind einfach zu langsam. Letzteres würde auch unseren mäßigen Erfolg bei diversen Iron Scout Veranstaltungen erklären. Na ja, jedenfalls hatte das Castle gerade geschlossen, als wir ankamen. Schade.

Drum Castle

Als nächster Programmpunkt stand die obligatorische Besichtigung einer Whisky Destillerie an. Dieter war so nett und kutschierte uns zur Destillerie Royal Lochnagar, wo wir gezeigt bekamen, wie ein richtig guter Scottish Single Malt Whisky entsteht. Die anschließende Whisky-Probe durfte natürlich nicht fehlen.

Mit einer dreitägigen Highland Tour in die Cairngorm Mountains - Ausläufer der Grampian Mountains, einer der drei Hauptgebirgsketten Schottlands, – stand eines der Highlights auf dem Programm. Mit Iglus, Schlafsäcken und Isomatten machten wir uns also auf in die Berge und durften eine geniale Landschaft kennen lernen. Sogar die mit Gaskochern fabrizierte Reispampe – unser Abendessen - konnte der guten Stimmung nichts anhaben. Nur die Millionen von Fliegen gingen uns tierisch auf die Nerven. Leider machte uns das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung. Abends fing es an zu regen und nach einer nicht allzu erholsamen Nacht am Berghang beschlossen wir, wegen der durchnässten Zelte die Tour um einen Tag zu kürzen und den Abstieg anzutreten. Aber was soll`s ? Die Tour war trotzdem genial.

Gruppenfoto Cairngorms National Park - Grampian Mountains Gruppenfoto Cairngorms National Park - Grampian Mountains

Nach einem Tag der Ruhe (neudeutsch: chillen !) ging es zum Hafen und zum Strand von Aberdeen. Den Abschluss machten wir in einem gemütlichen Pub mit köstlichem lauwarmen Ale. Also das mit dem Bier müssen die Schotten wirklich noch lernen.

Am letzten Tag im Templars Park konnten dann einige von uns noch ihr Golfhandicap verbessern. Oder sie versuchten es zumindest…

Roman beim Golfen

Was Kochen und Küchendienst angeht, muss übrigens ein dickes Lob an alle Beteiligten ausgesprochen werden, denn keiner drückte sich vor der Arbeit und alle packten mit an. Und geschmeckt hat es auch noch. Was will man mehr ?!?

Auf dem Weg in die schottische Hauptstadt Edinburgh machten wir Rast am Dunnottar Castle, einer alten Burg, die sich dramatisch auf einer Steilküste befindet. Ein sehr eindrucksvoller Ort.

In Edinburgh zelteten wir dann 3 Tage auf einem Pfadfinderzeltplatz und erlebten "The Edinburgh Festival Fringe", das weltgrößte Kleinkunstfestival, das gerade in der Stadt stattfand. Zahlreiche Menschen aus aller Herren Länder bevölkerten die Stadt und machten das Wochenende neben den vielen Sehenswürdigkeiten zu einem echten Erlebnis.

Fringe Festival in Edinburgh 

Samstags ging es dann zum Flughafen Prestwick auf der Westseite Schottlands. Leider waren wir viel zu früh am Flughafen und mussten dort die Zeit totschlagen. Und zu allem Überfluss hatte unser Flug auch noch Verspätung.

Vielen Dank noch an dieser Stelle an Alex Nuss, Alex Oster und Jogi Woll, die uns netterweise vom Flughafen in Hahn abholten und heim brachten.

Na dann bis nächstes Jahr…

PS.: Wer nicht weiß, was Homies und Atzen sind, kann dies bei Marvin Faust erfragen.

Weitere Fotos gibt’s hier.

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