Die Damen top – die Männer ein Flopp ! So endete das diesjährige
Diözesanturnier in Gladbach (09.06. - 10.06.01) für unsere Teams.
Mit hohen Erwartungen angereist konnten die beiden Herrenteams
eigentlich nie überzeugen. Nachdem wir die letzten beiden
Turniere 1998 beim Heimspiel in Hülzweiler und 2000 in
Gersweiler gewinnen konnten, schied die DPSG Hülzweiler
II in diesem Jahr bereits sang- und klanglos in der Vorrunde
aus. Nicht viel weiter kam Hülzweiler I. Hier war, nachdem
die Vorrunde trotz einer Million individueller Fehler mit
Hängen und Würgen überstanden wurde, in der Zwischenrunde
Endstation, so dass wir erstmals vor den Halbfinals nach
Hause fahren konnten. Man kann eben nicht am Bierstand
und auf dem Platz gewinnen.
Nun aber zu den positiven Dingen des Tuniers. Seit
Monaten war eigentlich klar, dass Hülzweiler und
Roden gemeinsam eine Damenmannschaft melden. Also
fuhren wir (Julia H., Julia W., Alexander O.) ( Rovergruppe )
und Stefanie W. ( Jufigruppe ) schon
eine ganze Weile vor dem Turnier einmal in der
Woche nach Steinrausch zum gemeinsamen Training.
Anzumerken wäre noch, dass unsere Spielerinnen
für diese Termine andere Aktivitäten vernachlässigten.
Von Woche zu Woche formte Trainer A.Oster und
Ex-Trainer P.Bast diese Ladies zu immer besseren
Spielerinnen und später auch zu einem richtigen
Team. Somit ging man voller Euphorie diesem
Saisonhöhepunkt entgegen. Einen Tag vor dem
Turnier (gegen 18.00 Uhr) erreichte uns dann
von Helga Peitz die Nachricht, dass ganz Roden
nicht mitfahren würde. SUPERGEIL!
Spezieller Gruß von uns an Roden: Euer Rückzieher
ist eine Sache, aber dass ihr uns einen Tag vor
dem Turnier absagt, war eine absolute Scheißaktion!!!
Sehr enttäuscht suchten wir also am Abend nach
einer Notlösung. Nachdem sich Helga Peitz trotz
Grippe bereiterklärte uns weiterhin beizustehen,
sagte auch Nina Lehnen, die eine Woche zuvor
einen lebenslangen Vertrag bei der DPSG Hülzweiler
unterschrieb, trotz mangelnder Zuversicht zu.
Somit standen die Feldspielerinnen fest. Eine
Torfrau fanden wir in Christoph „Clementine“
Linn. Mit dieser Verlegenheitsmannschaft
starteten wir also ins Turnier. Der erste
Turniertag, an dem wir nur gegen Herrenmannschaften
antraten (und gar nicht mal so schlecht
spielten) , wurde dazu genutzt, sich einzuspielen
und zu einer richtigen Mannschaft zusammen
zu wachsen. Denn für uns lief alles auf den
zweiten Turniertag hin, an dem wir das
Damenfinale vor uns hatten. Leider hatten wir
nicht die besten Voraussetzungen für einen Sieg,
da wir Hülzweiler, im Gegensatz zu unseren
Gegnern, am Abend nahezu geschlossen den Partysaal
als letzte verließen ( manche auch in der U
nterhose). Nachdem wir also die ganze Nacht durch
feierten und tanzten, wurde unsere halbe Mannschaft
auch noch den Rest der Nacht wachgehalten, weil
manche Zimmergenossen etwas lauter schliefen
als andere.
„Topfit und voller Elan“ betraten wir also mit etlichen Fans im
Rücken das Feld der Wahrheit. Nach anfänglicher Nervosität
befolgte man clever die taktischen Angaben des Trainers
und lies Ball und Gegner laufen. So erzwangen wir Mitte
der ersten Halbzeit einige gute Chancen und Eckbälle.
Einen solchen ( Standardaktionen hatten wir einstudiert)
verwandelte dann Julia Hesidenz nach klasse Vorarbeit von
Julia Woll eiskalt zum 1:0. Während des ganzen Spiels hielt
eine sehr gute und konsequente Abwehr ( Helga Peitz und
Stefanie Woll ) den 16-Meterraum sauber. Wenn doch mal eine
gegnerische Spielerin durchkam, hatten wir immer noch
unsere Katze Linne auf der Linie. Im Mittelfeld brillierte
Nina (Eisen-Nina) Lehnen in der Rolle des Abräumers.
Um die Mannschaft komplett zu machen, faszinierten Julia
Woll und Julia Hesidenz im Angriffsspiel, welche aber
auch defensiv viel leisteten. Diese Julia Hesidenz war es
dann auch, die Mitte der zweiten Halbzeit nach einem
schönen Alleingang den 2:0 Endstand markierte. Somit
nahmen wir unter den Jubelrufen unserer Fans den Pott
entgegen.
Fazit: Ein cooles Wochenende ging mit einem coolen Erfolg zu Ende!
PS: Liebe Rodener, wenn ihr den Pokal auch nie in den eigenen Händen halten dürft, könnt ihr ihn trotzdem bewundern: Er steht in unserem Heim, kleiner Gruppenraum, beleuchtete Pokalvitrine, 3. Regal, Mitte. NOCH FRAGEN ?